Sieben in Crimmitschau untergebrachte Asylbewerber beginnen am Montag, dem 12. Oktober 2015, eine gemeinnützige Tätigkeit nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die sieben Männer, vorrangig Familienväter aus Syrien, Afghanistan, Albanien und dem Kosovo, werden Pflege- und Verschönerungsarbeiten für die Stadt durchführen – zwei von ihnen helfen bei der Winterfestmachung in den beiden städtischen Freibädern, fünf werden im städtischen Bauhof eingesetzt. Die Männer werden 20 Stunden in der Woche arbeiten, jeweils vier Stunden pro Tag. Sie alle hatten sich bereits vor vielen Wochen freiwillig für diese Tätigkeit gemeldet. Sie erhalten dafür 1,05 Euro pro Stunde. Das Geld kommt vom Landkreis. Der Stadt Crimmitschau entstehen nur vorübergehend Sachkosten (Arbeitsschutzbekleidung usw.), die zu gegebener Zeit aus Landesmitteln ausgeglichen werden. Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Modellprojekt des Landkreises Zwickau, das zunächst bis zum 11. Dezember 2015 befristet ist. Crimmitschaus Oberbürgermeister Holm Günther hatte sich bereits seit Monaten stark gemacht für eine Beschäftigung der auf einen Aufenthaltstitel wartenden Asylbewerber. Crimmitschau hatte bis zum Sommer rund 100 Flüchtlinge und Asylbewerber, vor allem Familien mit Kindern, aufgenommen. Im September hatte der Landkreis um die Aufnahme von weiteren 100 Personen gebeten. Der Oberbürgermeister hatte sich bereit erklärt, insgesamt 150 weitere Personen in der Stadt aufzunehmen. Alle sind dezentral, in Wohnungen, untergebracht, die von der European Homecare GmbH betreut werden.

Stadtverwaltung / Uta Pleißner