Im Jahr 2020 feiert der Freistaat Sachsen mit dem Jahr der Industriekultur seine industriell geprägte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Kulturraum Vogtland-Zwickau engagiert sich im Hinblick auf dieses Jahr verstärkt für die regionale Industriekultur. Als ein Highlight wird in Kooperation mit fünf Städten der Kulturraumregion die Schaufensterausstellung INDUSTRIE.STADT.BILD – Westsächsische Industriekultur in neuen Perspektiven gezeigt, welche am heutigen Dienstag in der Crimmitschauer Innenstadt durch Judith Eittinger (Kulturraum Vogtland-Zwickau) und Oberbürgermeister André Raphael eröffnet wurde.
In der Ausstellung werden 16 historische Industriebauten aus einer völlig neuen Perspektive gezeigt. Durch die spezielle Foto- und Bildbearbeitungstechnik des Leipziger Fotografen Jörg Dietrich entstehen überdimensionale Panoramen – die sogenannten Streetlines. Diese spektakulären Panoramen erreichen teils eine Länge von über 3 Metern und werden im Rahmen der Ausstellung mit Informationstexten ergänzt. Zu sehen sind die Streetlines an verschiedenen Geschäften im Bereich Piazza und Herrengasse.
Historische Industriebauten gehören zum Stadtbild Sachsens. Die Anzahl und Größe der Industriebauten aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zeugen von dem Auf- und Ab der wirtschaftlichen Entwicklung. Mit der Ausstellung soll Aufmerksamkeit für die portraitierten Gebäude geschaffen werden, die stellvertretend für viele Industriebauten in ganz Sachsen stehen. So wurden Bauten ausgewählt, die bereits beispielhaft für eine erfolgreiche Umnutzung stehen, sich im Prozess der Umnutzung befinden oder eine Herausforderung für die Stadtentwicklung unter den ortsabhängigen Bedingungen darstellen. Dabei sollen vor allem die positiven Beispiele zum Nachdenken und „Neudenken“ anregen.

Stadtverwaltung Crimmitschau