Für mehr Nachhaltigkeit und um einen Teil des eigenen Strombedarfes zu decken, hat die Stadt Crimmitschau in ein modernes Blockheizkraftwerk in der Sahnschule investiert.
Bei der Stromerzeugung in bundesdeutschen Großkraftwerken wird im Durchschnitt weniger als 40 % der eingesetzten Primärenergie in Strom umgewandelt. Der Rest wird als „Abwärme“ über Kühltürme an die Umwelt abgeben. Das Herzstück des Blockheizkraftwerkes in der Sahnschule ist ein gasbetriebener Hochleistungsmotor, welcher direkt einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Der erzeugte Strom steht der Eigennutzung zur Verfügung, der Überschuss wird in das öffentliche Netz eingespeist. Auch bei dieser Form der Stromerzeugung entsteht Wärme. Durch diese dezentrale Technik kann die produzierte Wärme direkt vor Ort im Schulgebäude genutzt werden. So können ca. 96 % der eingesetzten Primärenergie gegenüber der herkömmlichen, getrennten Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden.
Somit entstehen aus 1 m³ (11,2 kW/ m³) Gas ca. 3,6 kW Strom und 7 kW Wärme, welche das Schulhaus versorgen.
Die Investition der Anlage lag bei rund 93.000 €, welche zu 80 % aus Fördermitteln gedeckt wurden. Die Sahnschule benötigt im Jahr durchschnittlich 49.000 kWh Strom und 518.000 kWh Wärme, das Blockheizkraftwerk wird diesen Bedarf mit 96 % am Strom und zu 39 % an der Wärme decken. Damit spart die Stadt Crimmitschau ca. 9.900 €/ Jahr an Betriebskosten und 35 t/Jahr CO2.
Im November 2020 wurde bereits ein Blockheizkraftwerk im Julius-Motteler-Gymnasium in Betrieb genommen. Daraus ergibt er sich ein Ersparnis für die Stadt Crimmitschau von ca. 6.100 €/Jahr an Betriebskosten und 17 t/Jahr CO2.

Text und Foto: Stadtverwaltung Crimmitschau