Am Mittwoch, dem 08. März 2017 findet um 19.00 Uhr im Ballettsaal des Theaters Crimmitschau eine öffentliche Vorstellung des Fördergebietes Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (SOP) „Zentrum“ statt.

Alle Bürger sind dazu herzlich eingeladen.  

Die Innenstadt Crimmitschaus wurde im vergangenen Jahr in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP) aufgenommen.

Mit diesem Förderprogramm unterstützen Bund und Freistaat Sachsen die Gemeinden mit Finanzhilfen bei der Bewältigung struktureller Schwierigkeiten in den zentralen Stadt- und Ortsbereichen. Ziel ist es dabei, die Nutzungsvielfalt, die stadtbaukulturelle Substanz, die städtebauliche Funktionsfähigkeit, die soziale Vitalität und den kulturellen Reichtum der Zentren zu erhalten bzw. wieder zu entwickeln.

In den vergangenen Jahren konnten in der Crimmitschauer Innenstadt zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des Sanierungsgebietes „Erweitertes Stadtzentrum“ realisiert werden. Da das Förderprogramm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ beendet wurde, hat der Stadtrat im Dezember 2016 die Aufhebung des Sanierungsgebietes beschlossen. Um eine weitere qualifizierte Entwicklung der Innenstadt zu gewährleisten und dem Funktionsverlust des zentralen Versorgungsbereiches entgegenzuwirken, hatte sich die Stadt für eine Aufnahme in das Programm SOP beworben.

Das Fördergebiet umfasst eine Größe von 12,2 Hektar. Es wird im Wesentlichen begrenzt von der Jahnstraße, Kirchplatz, Kirchgasse, Badergasse, Herrengasse, Buttengasse, Fabrikstraße, Carl-Spengler-Straße, Schulstraße sowie Jakobsgasse.

Die Abgrenzung des SOP-Gebietes „Zentrum“ ist der beigefügten Karte zu entnehmen.

Bund, Freistaat und Stadt tragen jeweils ein Drittel der Förderung. Bis 2020 stehen gemäß dem Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank gegenwärtig 936.000 Euro für Projekte und Investitionen in der Innenstadt zur Verfügung.

Gefördert werden Investitionen zur Standortaufwertung und Profilierung der Zentren, z.B. durch Aufwertung des öffentlichen Raumes (Straßen, Wege, Plätze) sowie Bau- und Ordnungsmaßnahmen für die Wiedernutzung von Grundstücken mit leer stehenden, fehl- oder mindergenutzten Gebäuden und Brachen. Darüber hinaus soll im Rahmen eines Verfügungsfonds auch ein Budget für überwiegend kleinteiligere Maßnahmen zur Verfügung stehen, mit dem insbesondere bürgerschaftliches Engagement unterstützt werden soll. Außerdem soll die Position eines Zentrumsmanagers besetzt werden.

Auch für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden privater Eigentümer werden Fördermittel bereitgestellt. Gefördert werden Modernisierungsmaßnahmen an der „äußeren Hülle“ der Gebäude zu jeweils 30 Prozent der Baukostensumme. Diese Fördermittel können für die Erneuerung von Dach und Fassade, den Einbau neuer Fenster, Wärmedämmung und Trockenlegung der Gebäude eingesetzt werden. Voraussetzung für einen Förderantrag ist, dass mit der Baumaßnahme noch nicht begonnen wurde.

Sofern Hauseigentümer Maßnahmen an der äußeren Hülle ihres Gebäudes planen, sollten sie sich umgehend mit dem Programmbetreuer STEG Stadtentwicklung GmbH, Projektleiter Jens Brendel, Telefon 03763 440035 oder dem Bereich Stadtplanung der Stadtverwaltung Crimmitschau, Yvette Langnickel, Telefon 03762 90-6103 in Verbindung setzen.

Stadtverwaltung / Uta Pleißner