Die Crimmitschauer sind wieder bindungsfreudiger. Standesbeamter Wolfgang Fengler erwartet im Dezember nicht nur die 100. Trauung in diesem Jahr, sondern bis zum 31.12. noch zwei weitere, eventuell sogar drei. „Die 103. Trauung kommt noch in diesem Jahr zustande, wenn die Unterlagen, die teilweise aus dem Ausland beschafft werden, rechtzeitig eintreffen“, so der Standesbeamte. Die 100. Trauung, die er noch vor Weihnachten vornehmen wird, ist keine pompöse Hochzeit, sondern eine Eheschließung im kleinsten Kreis. Mit diesen Zahlen führt in Crimmitschau neben der Geburtenkurve auch die der Hochzeiten gegenwärtig nach oben. In den letzten zehn Jahren gab es jeweils zwischen 80 und 100 Trauungen im Standesamt der Pleiße-Stadt, 2014 waren es sogar weniger als 80. 2008 gab hatte es zum letzten Mal 100 Trauungen gegeben. Oberbürgermeister Holm Günther: „Das ist ein sehr erfreulicher Trend. Crimmitschau bietet alles, was eine Familie braucht. Es freut mich, dass unsere Investitionen in Kindereinrichtungen, Schulen, Sport- und Kultureinrichtungen sich gelohnt haben. Mit anderen guten Voraussetzungen sind wir ebenfalls gesegnet: unser Gewerbegebiet bietet unterschiedliche Arbeitsplätze, in unseren Ortschaften kann man ländlich wohnen und mit der S-Bahn ist man in einer Stunde in Leipzig. Nur in attraktive Wohnungen müssen wir noch mehr investieren.“ Heiraten kann man in Crimmitschau übrigens nur im Standesamt. Dieses befindet sich im Stadthaus I am Markt, seitlich vom Rathaus und unmittelbar neben dem berühmten Renaissance-Tor. Dieses ist ein beliebtes Foto-Motiv, ebenso wie der Marktbrunnen mit der Figur der Spinnerin, die symbolisch für die textilindustrielle Geschichte der Stadt steht.

Stadtverwaltung / Uta Pleißner