Am Mittwoch, dem 8. März 2017, werden in Crimmitschau zwei neue Warnsysteme offiziell in Betrieb genommen – das neue Sirenen-Warnsystem und das SMS-Melde- und Warnsystem. Die Inbetriebnahme erfolgt mit einer Komplettprobe beider Systeme an diesem Tag ab 17 Uhr. Der konkrete Ablauf ist unten dargestellt.

Bei der Komplettprobe werden beide Systeme parallel getestet. Das heißt, zeitgleich mit den Sirenen-Signalen wird das SMS-Melde- und Warnsystem in Gang gesetzt. Diese SMS wird den konkreten Hinweis enthalten, dass es sich um einen Probealarm handelt. Die Probe-SMS erhalten jene Personen, die sich für einen Eintrag in das unentgeltliche SMS-Melde- und Warnsystem der Stadtverwaltung Crimmitschau gemeldet hatten. Bisher liegen lediglich 95 Telefonnummern vor, darunter 47 von Privatpersonen und 48 von Firmen. Das sind weit weniger als die Verwaltung erwartet hatte.

Auch jetzt noch können sich Firmen und Personen in das SMS-Melde- und Warnsystem aufnehmen lassen: In der Stadt- und Touristinformation und auf der Internetseite der Stadtverwaltung (www.crimmitschau.de / Bürgerservice / Hochwasserschutz / SMS-Warnsystem) ist das entsprechende Anmeldeformular zu finden.

Während der Komplettprobe werden nur die elektronischen Sirenen, nicht jedoch die Motorsirenen getestet. Vom Feuerwehrgerätehaus in der Fabrikstraße aus werden dabei die einzelnen Sirenen unterschiedlich zugeschaltet und die verschiedensten Simulationen durchgeführt. Es ist möglich, dass das eine oder andere Signal nicht überall gleichzeitig gehört werden kann.

An allen Standorten der elektronischen Sirenen werden sich Kontrollpersonen befinden, die Rückmeldung über die ordnungsgemäße Funktionsweise der Sirenen geben werden. Es ist keinerlei Rückmeldung durch die Bevölkerung notwendig.

Probealarme wird es auch künftig geben – unabhängig vom monatlichen Mittwoch-Probealarm, der vom Landkreis Zwickau gesteuert wird. Die Probealarme der Stadt Crimmitschau werden mindestens ein Mal im Jahr, eventuell auch halbjährlich durchgeführt. Sie werden jeweils vorher angekündigt.

Eine Viertelmillion Euro für mehr Sicherheit

Rund 250.000 Euro kostet das neue Sirenen-Warnsystem, 75 Prozent davon – das sind 187.500 Euro – sind Fördermittel vom Freistaat Sachsen, zugeteilt durch den Landkreis. Die ersten Überlegungen dazu stammen aus dem Jahr 2013, als Crimmitschau Anfang Juni ein folgenschweres Hochwasser erlebte. Ursprünglich sollten nur neun elektronische Sirenen entlang der Pleiße neu angeschafft werden. Auf Grund eines günstigen Ausschreibungsergebnisses und Einsparungen bei den geplanten Nebenkosten war die Anschaffung von sieben weiteren Sirenen möglich. Drei bereits vorhandene Sirenen konnten zusätzlich umgerüstet und ebenfalls in das System einbezogen werden. Damit verfügt jeder Crimmitschauer Ortsteil nun über mindestens eine elektronische Sirene. Damit sind Sprachdurchsagen im gesamten Stadtgebiet möglich. Zusätzlich ist die Feuerwehr-Alarmierung durch eine „Batterie-Pufferung“ besser abgesichert. Da das System mit einer eigenen Funkfrequenz arbeitet, funktioniert es autark, so dass eine Warnung und Information der Bevölkerung in jedem Fall gewährleistet werden kann – unabhängig von den Mobilfunknetzen. Gesteuert werden kann das Sirenen-Warnsystem von zwei Stellen aus – dem Feuerwehrgerätehaus Fabrikstraße und dem Rathaus. Zehn Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sind in das System eingewiesen und zu seiner Steuerung berechtigt.

Die Stadtverwaltung bedankt sich ausdrücklich bei allen privaten Grundstückseigentümern, die unproblematisch die Dächer ihrer Gebäude bzw. ihre Grundstücke für die Installation der neuen Sirenen zur Verfügung gestellt haben.

Ablauf der Komplettprobe am 8. März ab 17 Uhr

  1. Durchsage: „Das ist ein Probealarm“
  2. Es erklingt das Signal für Sirenenprobe (1 x Dauerton von 12 Sekunden)
  3. Standard-Durchsage: „Gefahr durch Hochwasser! Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit! Sichern Sie Ihre Gebäude!“
  4. Live-Durchsage: „Achtung, Achtung! Hier spricht die Feuerwehr! Es folgt das Sirenen-Signal Warnung vor einer Gefahr. Das ist ein Probealarm!“
  5. Es erklingt das Sirenen-Signal Warnung vor einer Gefahr (6 x Heulton von je 5 Sekunden mit je 5 Sekunden Pause, Gesamtdauer: 1 Minute)
  6. Standard-Durchsage: Alarmtext allgemein „Es ist ein größeres Schadensereignis eingetreten. Schalten Sie Ihr Rundfunkgerät ein und achten Sie auf Durchsagen!“
  7. Live-Durchsage: „Achtung, Achtung! Hier spricht die Feuerwehr! Ende des Problealarms, Ende des Probealarms!“

Zwischen den einzelnen Punkten kann es zu unterschiedlich langen Pausen kommen. Die Komplettprobe dauert insgesamt maximal 30 Minuten.

Stadtverwaltung / Uta Pleißner