In seiner letzten Sitzung im Januar 2015 hatte das Festkomitee für die 600-Jahr-Feier der Stadt Crimmitschau entschieden, mit der Restsumme aus den seinerzeit eingeworbenen Geldern für die Feierlichkeiten eine neue Postmeilensäule zu finanzieren – als bleibende Erinnerung an das große Fest. Nachdem der Stadtrat nur einen Teil der Summe für den genannten Zweck freigegeben hat, soll das Projekt großteils mittels Spenden realisiert werden, damit das Stadtsäckel nicht belastet wird. So hatte Oberbürgermeister Holm Günther bereits anlässlich seines 60. Geburtstages im Februar dieses Jahres um Spenden für die Postmeilensäule gebeten – anstelle von Geschenken und Blumen. Rund 10.500 Euro waren auf diese Weise zusammengekommen. Das Geld liegt derzeit auf einem Konto der Stadt. Maximal 8.500 Euro fließen jetzt aus den übrig gebliebenen Haushaltmitteln aus der Stadtrechtsfeier 2014 noch zu. Benötigt werden insgesamt rund 35.000 Euro.

Wer für die Wiederaufstellung einer Crimmitschauer Postmeilensäule, wie es sie zwischen 1726 und 1875 schon ein Mal gegeben hat, etwas spenden möchte, hat dafür jetzt zwei Möglichkeiten:

Spendenkonto zugunsten der Crimmitschauer Postmeilensäule
IBAN DE14 8705 5000 2258 0000 44
BIC WELADED1ZWI
Bitte unbedingt folgenden codierten Zahlungsgrund angeben:
28.10.04.02 / 279 122

Außerdem steht in der Stadt- und Touristinformation ab sofort das als Sparbüchse funktionierende Modell des historischen Roten Turmes wieder bereit, das Harald Groschke für die 600-Jahr-Feier gefertigt und anschließend der Stadtverwaltung geschenkt hatte. Hier können jederzeit kleinere Geldbeträge eingeworfen werden.

Ziel ist es, im Jahr 2017 die Postmeilen- oder Distanzsäule aufzustellen. Ein Planungsbüro hat sich schon bereit erklärt, die Planungsleistungen unentgeltlich zu erbringen. Der Standort steht bereits fest: auf dem Taubenmarkt.

Die ursprüngliche Säule war 1726 auf dem Marktplatz aufgestellt worden und musste 1875 dem Marktbrunnen weichen.
Die neue Postmeilensäule wird aus einem Sockel, einem Postament und der Postamentkrönung bestehen. Die Höhe betrug historisch 8 Dresdner Ellen, das entspricht heute 4,53 Metern. Die Grundfläche beträgt 1,38 Meter x 1,38 Meter. Die Säule wird vier Innenschriftseiten haben. Das Doppelwappen im oberen Bereich steht für die einstige Würde von Friedrich August als sächsischer Kurfürst und polnischer König, die Initialen AR stehen für Augustus Rex. Das Posthorn im unteren Bereich dokumentiert die einstige staatliche Posthoheit und die Jahreszahl das Baujahr der Säule.
Eine der nächstgelegenen Säulen befindet sich übrigens in Zwickau, in der Inneren Schneeberger Straße.

Stadtverwaltung / Uta Pleißner